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Nach der Inhaftierung und Verurteilung von oppositionellen Aktivisten während und nach den Demonstrationen zur Präsidentschaftswahl am 19. Dezember 2010 setzt sich Amnesty International für die Freilassung der wegen der Organisation und Teilnahme an den Demonstrationen Festgenommenen ein.
6 Personen werden aktuell von Amnesty als gewaltlose politische Gefangene betrachtet, die inhaftiert wurden, obwohl sie lediglich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung friedlich wahrgenommen haben und Belarus als Unterzeichner des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte die Meinungs- und Versammlungsfreiheit für alle Bürger garantiert.
Alle gewaltlosen politischen Gefangenen wurden bereits zu Gefängnisstrafen bzw. Arbeitslager von bis zu sechs Jahren verurteilt.
Amnesty International fürchtet aktuell insbesondere um die Unversehrtheit von Andrei Sannikau, der in Haft offenbar Folter und Drohungen ausgesetzt ist, und setzt sich aus diesem Grund mit einer eigenen Briefaktion für den Inhaftierten ein.
Wenn auch Sie sich mit Amnesty International für die Gefangenen einsetzen wollen, senden Sie folgende Briefe an Präsident Alyaksandr Lukashenka:
Attach:Briefaktion_GewaltlosePolitischeGefangene_Belarus.pdf Versand bitte bis zum 01.03.2012!
Attach:Briefaktion_Sannikau.pdf Versand bitte bis zum 12.03.2012
Geben Sie auf den Briefen bitte das Datum sowie Ihre Adresse als Absender an, unterschreiben Sie und schicken Sie den Brief im Anschluss per Post (75 Cent Porto) an die angegebene Adresse.
Petitionslisten zu den genannten Fällen finden Sie hier:
Attach:Petition_GewaltlosePolitischeGefangene_Belarus.pdf
Attach:Petition_Sannikau.pdf
[alle aktualisiert im Januar 2012]
Senden Sie die Petitionslisten bitte an die angegebene Adresse unserer Gruppe in Berlin. Die Petitionslisten werden gesammelt von unserer Gruppe weitergeleitet.
Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Belarus finden Sie hier.
Dzimitry Kanavalau und Uladzslau Kavalyou wurden am 30. November 2011 nach einem Verfahren, das den internationalen Standards für faire Prozesse nicht entsprochen hatte, zum Tode verurteilt.
Amnesty International hat ernste Zweifel an der Fairness des Gerichtsverfahrens. Aus Berichten geht hervor, dass Folter und andere Misshandlungen angewandt wurden, um Geständnisse zu erzwingen. Auch die schnelle Festnahme von Dzmitry Kanavalau und Uladzslau Kavalyou lässt an den Ermittlungen zweifeln.
Amnesty International setzt sich deshalb für die Begnadigung der Verurteilten, für die Untersuchung der Folter- und Misshandlungsvorwürfe und für ein neues Verfahren nach internationalen Standards ein. Amnesty fordert außerdem ein unverzügliches Hinrichtungsmoratorium in Belarus.
Falls Sie sich persönlich für die beiden Verurteilten einsetzen möchten, unterschreiben Sie bitte folgende Briefaktion. Senden Sie den Brief bitte bis 1. März 2012 per Post (75 cent Porto) oder Fax an die angegebene Adresse.
Attach:BriefaktionDrohendeHinrichtungen.pdf
Eine Kopie Ihres Schreibens können Sie an die belarussische Botschaft in Berlin senden:
S. E. Herrn Andrei Giro
Am Treptower Park 32
12435 Berlin
Fax: 030-5363 5923
E-Mail: berlin@belembassy.org
Eine Petitionsliste zum genannten Fall finden Sie hier:
Attach:PetitionDrohendeHinrichtungen.pdf
Senden Sie die Petitionslisten bitte an die angegebene Adresse unserer Gruppe in Berlin. Die Petitionslisten werden gesammelt von unserer Gruppe weitergeleitet.
Weitere Informationen zur Todesstrafe in Belarus finden Sie auf dieser Homepage unter der Rubrik Todesstrafe in Belarus.
Der bekannte Menschenrechtsverteidiger Ales Bialiatski ist am 4. August im Zentrum von Minsk festgenommen worden. Ein Gericht hat ihn dort nun zu viereinhalb Jahren Freiheitsentzug verurteilt.
Amnesty International geht davon aus, dass die Inhaftierung von Ales Bialiatski Teil der systematischen, bereits lange währenden Drangsalierung von zivilgesellschaftlich engagierten Personen und MenschenrechtsverteidigerInnen durch die belarussischen Behörden ist.
Amnesty International betrachtet Ales Bialiatski deshalb als gewaltlosen politischen Gefangenen, der unverzüglich und bedingungslos freigelassen werden muss.
Wenn auch Sie sich mit Amnesty International für Ales Bialiatski einsetzen wollen, senden Sie folgenden Brief an Präsident Alyaksandr Lukashenka:
Attach:BriefaktionBialiatski.pdf
Geben Sie auf dem Brief bitte das Datum sowie Ihre Adresse als Absender an, unterschreiben Sie und schicken Sie den Brief im Anschluss per Post (75 Cent Porto) bis zum 01.03.2012 an die angegebene Adresse.
Sie können auch per Fax oder Email Appelle an Präsident Lukashenka senden:
Eine Kopie Ihres Schreibens können Sie an die belarussische Botschaft in Berlin senden:
S. E. Herrn Andrei Giro
Am Treptower Park 32
12435 Berlin
Fax: 030-5363 5923
E-Mail: berlin@belembassy.org
Eine Petitionsliste zum genannten Fall finden Sie hier:
Senden Sie die Petitionslisten bitte an die angegebene Adresse unserer Gruppe in Berlin. Die Petitionslisten werden gesammelt von unserer Gruppe weitergeleitet.
Für die Freilassung von Ales Bialiatski können Sie sich hier ebenfalls in einer Facebook-Kampagne der Organisation Libereco einsetzen.
Senden Sie Solidaritätspostkarten an Ales Bialiatski!
Einen Aufruf der belarussischen Menschenrechtsorganisation Viasna, deren Vorsitzender Ales Bialiatski ist, finden Sie hier.
Hintergrundinformationen zur Verhaftung und Verurteilung von Ales Bialiatski finden Sie hier.
Amnesty International wurde in diesem Jahr 50 Jahre alt und setzte sich aus diesem Anlass einmal mehr mit einer weltweiten Aktion für die Abschaffung der Todesstrafe in Belarus ein.
Einen Videoclip (englisch) zur weltweiten Amnesty-Kampagne gegen die Todesstrafe in Belarus finden Sie hier.
Die Aktion war ein enormer Erfolg: Über 250.000 Menschen weltweit unterstützten die Aktion mit ihrer Unterschrift!
Am 9. Dezember 2011 wurde versucht, die Unterschriften an den belarussischen Präsidenten Alyaksandr Lukashenka zu übergeben. Eine Pressemitteilung zur Übergabe finden Sie hier.
Allein in Deutschland waren über 20.000 Unterschriften gesammelt worden!
Unterstützen Sie uns weiterhin bei unserem Einsatz gegen die Todesstrafe in Belarus!
Falls Sie sich in einem Brief gegen die Todesstrafe einsetzen wollen, unterschreiben Sie bitte folgende Petitionsliste. Senden Sie die Petitionslisten bitte per Post (55 cent Porto) an die angegebene Adresse in Berlin. Die Petitionen werden gesammelt von unserer Gruppe weitergeleitet.
Attach:PetitionTodesstrafeBelarus.pdf
Weitere Informationen zur Todesstrafe in Belarus finden Sie auf dieser Homepage unter der Rubrik Todesstrafe in Belarus.
Per Präsidentschaftsdekret im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen wurde 2005 Artikel 193-1 eingeführt. In diesem wird die Mitarbeit in einer Nichtregierungsorganisation oder die Teilnahme an deren Aktionen unter Strafe gestellt. Durch den Artikel wird die Arbeit für Menschrechtsaktivisten und NGOs wegen Bußgeldstrafen und Bedrohungen stark beeinträchtigt.
Fordern Sie in einer Petition die Aufhebung der Einschränkungen von Versammlungs-, Vereinigungs- und Meinungsfreiheit durch Artikel 193-1. Senden Sie die Petitionslisten bitte per Post (55 cent Porto) an die angegebene Adresse unserer Gruppe in Berlin. Die Petitionslisten werden von unserer Gruppe gesammelt weitergeleitet.